Konzept:
Reduktion
Sie lassen sich nicht umgehen - Bilder und Fotos in jeglicher
Form: Anbiedernd, schockierend, belanglos, bewegend oder einfach nur vorhanden.
Es bleibt keine Zeit mehr sie zu sehen - alles und jedes wird dokumentiert,
archiviert und zwangsläufig vergessen.
Bei zu vielen Informationen geht der Überblick verloren, verwischt
die Grenze zwischen Belanglosigkeit und existenzieller Wichtigkeit. Es
wird sich nicht mehr Zeit genommen, weder für den Prozess des Foto-Machens,
noch für die Foto-Betrachtung.
Dennoch soll hier nicht gegen die Praxis des ungehemmten Viel-Fotografierens
zu Felde gezogen werden - doch gegen das unreflektierte, unbewusste nebenbei
und nebenher fotografieren, lediglich um des Fotografierens willens.
Ziel ist die Aufwertung des Bildes durch bewusste Auswahl, durch bildnerisches
Denken nach gewissen sich selbst gesetzten Regeln, wie z.B. folgende:
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Regeln
1) Fotografiere jeden Tag
Nur wer fotografiert wird Fotos zum Auswählen haben. Ein gutes
Bild verlangt viele Versuche und Experimentieren. Nur wer jeden Tag
möglichst viel in Sinne eines bewusst ausgeübten Prozess fotografiert
wird eine Auswahl haben.
2) Wähle das beste Wochenbild
Nur durch Beschäftigung mit den Bildern zeigt sich Qualität
die aus der Quantität hervorgeht. Nur durch die Wahl des Besten
wird das Beste auch sichtbar.
3) Veröffentlichung
Nur durch kritische Öffentlichkeit und durch den dadurch erzeugten
Druck bleibt der fotografische Prozess ein sich stetig verbessernder.
Nur durch öffentliche Wahlen der Wochenbilder zum Monatsbild wird
im Diskurs die Qualität weiter gesteigert.
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