Künstlergruppe SiMaFo

Schriftsteller - Flavio Punto


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Konzept und Regeln

Konzept: Fiktion

Frau Maier schreibt eine Biographie, Herr Maier veröffentlicht sie und Maier Junior kritisiert sie. Jeder schreibt was er denkt und fühlt - und denkt, jeder möchte wissen was man fühlt.

Denkbar schlechte Voraussetzungen, um eine fühlbare Rückbesinnung zu fordern. Eine Rückbesinnung auf die Fiktion, auf das Erfundene und das Erträumte. Bücher als Pforte in eine nicht reale Welt, um das Reale hinter sich zu lassen. Bücher als eine Aneinander-Reihung von Worten, die zwar sichtbar sind, aber erst in ihrer Kombination eine unsichtbare Welt eröffnen. Was liegt daher näher, als auch diese Worte in dem virtuellen Raum zu stellen, quasi als Verdeutlichung und Betonung ihrer Fiktionalität.


Unter Zugriff auf ein paar einfache Regeln soll der Beliebigkeit, der Gefahr die sich aus dem Nicht-Vorhandensein von tatsächlichem Papier ergibt, Einhalt geboten werden.

Regeln

 1) Fiktion

Nur durch Ausschluss von belanglosen Biografien entsteht wirkliche Fiktion. Nur wenn nicht in den Zeilen nach Übereinstimmung, nach Parallelen zum tatsächlichen Leben gesucht werden muss, können neue Realitäten geschaffen werden.

2) Pro Woche eine Seite

Nur wenn nicht auf Grund der Größe des virtuellen Raumes, nicht ziel- und zeitlos nach Quantität sondern nach Qualität gestrebt wird, werden die Möglichkeiten der Veröffentlichung adäquat genutzt.

3) Veröffentlichung

Nur wenn die neu geschaffene Welt auch den nötigen Raum bekommt, besteht die Möglichkeit der Entfaltung. Nur durch Publikum kann Qualität entstehen.